Allein im 2. Quartal 2009 haben 754.000 Beschäftigte in Österreich 81.000.000 Überstunden geleistet.
Pro Kopf und Woche sind das 8,2 Stunden zusätzlich. Und das in einer Zeit, in der die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze zurückgeht und in Österreich die Wirtschaft in 2009 um 3,8 % schrumpfen wird.
Im ersten Quartal gingen in der Industrie 10 % Vollzeitarbeitsplätze verloren.
65 % der Beschäftigten in Österreich arbeiten nicht jede Woche die gleiche Zahl von Tagen, auch das ist der höchste Wert in der EU.
27 % der unselbständig Erwerbstätigen arbeiten regelmäßig an Samstagen.
Noch mehr Flexibilität bedeutet noch mehr Überstunden – und zwar unbezahlte. Die vorhandene Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden. Schon jetzt könnten statt der hohen Anzahl von Überstunden, etwa 60.000 Vollzeitstellen real geschaffen werden. Stattdessen wächst die Arbeitslosigkeit, besonders die Jugendarbeitslosigkeit.
Arbeitszeitregelungen dürfen keine Einbahnstraße sei.
Die Arbeitgeber wollen Flexibilität – Wir wollen Selbstbestimmung.
Wir wollen mit unserer Familie, in unsren Vereinen, mit unseren Freunden arbeitsfreie geregelte Zeiten verbringen, im Ehrenamt tätig sein und selbst bestimmt leben und arbeiten.
Wir sind flexibel!
Aber leben wollen wir auch!
Sollen wir arbeiten bis zum Umfallen?
9 Stunden
HÖCHST-Arbeitszeit am Tag sind mehr als genug!
Für
jede weitere Stunde Flexibilität wollen wir:
- Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverlust
- bezahlte Bildungsfreistellung und eine
- nachhaltige Beschäftigungsgarantie