65 Jahre ÖGB: Auf gewerkschaftliche Grundpositionen besinnen

Peter Scherz: Round table Gespräche der Sozialpartner nicht sinnvoll

„65 Jahre nach der Gründung des ÖGB durch sozialistische, christliche und kommunistische Gewerkschafter ist eine starke und zielgerichtete Gewerkschaftsbewegung in Österreich gefragter denn je.
Für mich stellt sich aber die Frage, ob sozialpartnerschaftliche Round-Table-Gespräche in der jetzigen Situation wirklich sinnvoll sind. Wichtiger ist es, sich auf die Grundpositionen der Gewerkschaft zu besinnen und diese auch gegen Regierung und Unternehmer durchzusetzen.“

Das sagte der steirische AK-Rat Peter Scherz (GLB) nach der Festveranstaltung zum 65. Gründungstag des ÖGB in Wien. Scherz: „Ich war in Wien und registriere, dass der Anteil der Kommunisten am Aufbau unserer überparteilichen Organisation vcon der ÖGB-Spitze jetzt nicht mehr verschwiegen wird.
Das Lob der Sozialpartnerschaft ist aber nicht angebracht: Die Arbeiterbewegung hat wirklich wichtige und positive Veränderungen nicht auf dem Wege der Sozialpartnerschaft erreicht.“

Gerade bei den aktuellen Auseinandersetzungen um Arbeitszeitverkürzung und Flexibilisierung bei den Metallern zeigt sich, dass die Unternehmerseite sehr schnell zu Drohungen greift, wenn ihre Wünsche nicht rasch genug durchgehen.