AK-Wahl: SPÖ kritisiert Probleme, an denen sie mit Schuld ist

Erfolgreiche Auftaktkonferenz des GLB in Graz

In Graz fand am Samstag die Auftaktkonferenz des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) zur Arbeiterkammerwahl statt.
Spitzenkandidat Peter Scherz betonte in seinem Referat, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung in den letzten Jahren gegen die arbeitenden Menschen gewendet hat. Weil in der jetzigen Krisenzeit der Druck auf die Arbeitsplätze steigt, ist in der AK eine Stimme aus dem Betrieb notwendiger als je.
Peter Scherz: „Wir Arbeiter sind nicht schuld an Spekulationen und Finanzkrise, wir sollen aber jetzt die Zeche zahlen, während es für Konzerne und Manager Milliarden gibt. Wir dürfen alle schönen Geschichten nicht glauben, welche uns die Herren in den Chefetagen erzählen“.

AK-Rat Peter Scherz betonte, dass die SP und die anderen großen Fraktionen jetzt entdecken, dass beispielsweise die Manager viel verdienen oder dass es den Leiharbeitern nicht gut geht. An AK-Präsident Rothschädl gewandt, betonte er: „Sie entdecken jetzt Missstände, an denen Sie mit Schuld sind, weil auch Sie zu den Mächtigen im Land gehören!“

Die Politik der SPÖ werde sich auch deshalb nicht ändern, weil führende Funktionäre von AK und ÖGB immer wieder – wie das Beispiel Hundsdorfer zeigt – die Aussicht auf hoch dotierte Posten in der Regierung haben.

Spitzenkandidat Peter Scherz ist derzeit AK-Rat und Betriebsrat bei Magna-Steyr. An 2. Stelle kandidiert Kurt Luttenberger, Betriebsrat beim bfi in Graz, auf Platz 3 folgt Dr. Birgit Kampl, Betriebsrätin voestalpine Zeltweg, An 4 Stelle kandidiert Dietmar Zechner, Betriebsrat bei sandvik, Zeltweg; auf Platz 5 folgt Betriebsrätin Hilde Tragler, Magna –Steyr. Walter Theisl, BRV-Stellvertreter der Firma Manpower, kandidiert auf Platz 6.
12 der insgesamt 30 GLB-KandidatInnen sind Betriebsräte.

An der Konferenz nahmen auch KPÖ-Klubobmann Ernest Kaltenegger und ÖGB-Sekretär Oliver Jonischkeit (GLB) teil, die Grußworte überbrachten.