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„Das Leiharbeitssystem ist unmenschlich“

AK-Rätin Hilde Tragler zur Kündigung von Leiharbeitern bei Magna-Steyr

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Von einer „Abpufferung“ hat AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe gesprochen, weil 200 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter bei Magna demnächst ihren Job verlieren. Kurzfristig würde die Arbeitslosigkeit steigen, aber mittelfristig würden die Leute ohnehin wieder gebraucht.

„Von dem Druck, dem Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter ausgesetzt sind, kann sich aber kaum jemand ein Bild machen“, schildert Magna-Betriebsrätin und GLB-KPÖ-Arbeiterkammerrätin Hilde Tragler die Situation. Wenn sie den Auftrag abgearbeitet haben, können sie gehen. In der Hoffnung, doch irgendwann einmal in die Stammbelegschaft übernommen zu werden, beuten sich viele von ihnen geradezu selbst aus. Auch untereinander fühlen sich LeiharbeiterInnen immer mehr einem Konkurrenzkampf ausgesetzt. „Ganz selbstverständlich werden Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter als Manövriermasse angesehen. Doch das sind Menschen mit persönlichen Schicksalen und keine Werkzeuge“, kritisiert Tragler die praktizierte Hire-and-Fire-Politik.

Tragler weiß von unlauteren Praktiken im Zeitarbeitsgewerbe zu berichten. Häufig werden LeiharbeiterInnen genötigt, einer sofortigen Auflösung des Beschäftigungsverhältnisses „im beiderseitigen Einvernehmen“ zuzustimmen mit der Drohung, andernfalls in Zukunft nicht mehr vermittelt zu werden. Aus Angst vor dauernder Arbeitslosigkeit unterschreiben die Menschen und haben von einen Tag auf den anderen keinen Job mehr. Bis der nächste Auftrag kommt, werden sie auf Kosten der öffentlichen Hand beim AMS geparkt.

„Es ist höchste Zeit für eine menschliche Beschäftigungpolitik. Wir müssen darauf hinarbeiten, dass das unmenschliche Leiharbeitssystem aufhört!“, so der dringende Appell der Betriebsrätin.

 

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