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Flexible Arbeit ist sichere Ausbeutung!

30. November 2016: 

Unter dem Titel „Flexible Arbeit ist sichere Arbeit“ versucht die Wirtschaftskammer aktuell die Ausdehnung der täglichen Normalarbeitszeit, der täglichen Höchstarbeitszeit und die Aushebelung der Kollektivverträge in Arbeitszeitfragen voranzubringen. Dies thematisierte der GLB in der steirischen AK Vollversammlung.

Länger arbeiten, wenn viel los ist und mehr Freizeit, wenn es ruhiger im Betrieb ist. Im Klartext arbeiten wann es das Unternehmen wünscht. So weit so verständlich - die Wirtschaftskammer ist die Interessensvertretung der Unternehmen und nicht der Arbeitnehmer.

Absurd wird das Ganze nur dadurch, dass man den Arbeitenden Menschen einzureden versucht, das sei auch noch gut für sie. Erklärt uns der Werbespot der Wirtschaftskammer doch glatt, dass dies eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie bringen wird. Die GLB-KPÖ Fraktion brachte in der November Vollversammlung der steirischen Arbeiterkammer daher einen Antrag gegen die Forderungen der Wirtschaft nach Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden und der täglichen Normalarbeitszeit auf 10 Stunden, sowie der Verlagerung der Arbeitszeitregelungen auf die betriebliche Ebene, ein.

GLB-KPÖ Arbeiterkammerrätin Hilde Tragler bemerkte in ihrer Wortmeldung, dass es auch derzeit schon sehr flexible Arbeitszeitmodelle in den Kollektivverträgen gibt. In Zukunft aber würde es so aussehen, „dass die komplette Arbeitseinteilung über die betrieblichen Planungsstellen organisiert wird und die Beschäftigten das Unternehmensrisiko voll und ganz übernehmen müssen.“ Hilde Tragler erinnerte daran, dass das Arbeitszeitgesetz in einer Zeit entstanden ist, als die Arbeiter und Angestellten völlig den Planungen der Unternehmen ausgeliefert waren und stellte die Frage in den Raum, ob wir dahin wieder zurück wollen.

Trotz dieser Worte wurde der Antrag nicht angenommen, sondern mit den Stimmen von FSG und ÖAAB-FCG einem Ausschuss zur weiteren Bearbeitung zugewiesen. Ebenso mit den Stimmen von FSG, ÖAAB-FCG und auch FA zugewiesen wurde ein Antrag zur Erhöhung der Körperschaftssteuer auf 34 % und Abschaffung der Gruppenbesteuerung. Auch der Antrag zur Wiedereinführung der kürzlich abgeschafften steirischen Wohnbeihilfe wurde zugewiesen. Mehrheitlich angenommen hingegen wurden die Anträge gegen eine verpflichtende überregionale Arbeitskräftevermittlung durch das AMS, sowie für eine Verbesserung der Entgeltinformationen in Stellenanzeigen.

 

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