Für kämpferische Interessensvertretungen

AK und ÖGB dürfen sich nicht immer vor den Karren der Bundesregierung spannen lassen!

Die Aussagen des neuen Bundeskanzlers Kern und seines Vizekanzlers geben Anlass zur Sorge. Die Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger, Änderungen bei der Gewerbeordnung und weitere Verschärfungen bei den Pensionen stehen im Raum.

„Es kann nicht die Aufgabe von AK und ÖGB sein, den Mitgliedern den geplanten Sozialabbau zu erklären und schmackhaft zu machen. ÖGB und AK Spitzen sind schlecht beraten, wenn sie so weiter machen wie bisher,“ so GLB-KPÖ Arbeiterkammerrat Kurt Luttenberger.

Dass es auch anders geht, zeigen gerade die französischen Gewerkschaften. Diese versuchen ihre hart erkämpften sozialen Rechte in einem Arbeitskampf zu verteidigen.

Die 35 Stunden-Woche zu verteidigen, setzt voraus, diese in der Vergangenheit erkämpft zu haben. Was in Frankreich gelang, wurde in Österreich verabsäumt. „Wir haben in Österreich nach wie vor gesetzlich eine 40-Stunden Woche und arbeiten damit so lange, wie es in Frankreich 1936 üblich war. An diesem Beispiel zeigt sich, wie wertvoll kämpferische Gewerkschaften wären,“ so Kurt Luttenberger abschließend.