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Arbeitszeit-Verkürzung statt Flexibilisierung zu Lasten der Beschäftigten!

Warum wollen die Unternehmer gerade jetzt eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit durchdrücken?
Warum wollen sie die immer weniger vorhandene Arbeit auf noch weniger Schultern verteilen? Angeblich sichere das unsere Arbeitsplätze.

Aber was sind die Tatsachen?

Die Arbeit auf weniger Schultern verteilt, sichert ihnen noch höhere Profite. Sie wollen die Wirtschaftskrise, die Überproduktionskrise nutzen, Reallöhne zu drücken, Überstunden nicht mehr zu bezahlen, Arbeitszeiten verlängern, die Beschäftigten wie Zitronen auspressen und dann die für sie überflüssig gewordenen rausschmeissen.

Unsere Arbeitskraft ist durch ständige Mehrleistungen, Flexibilität und Produktivitätssteigerungen, – die uns nie abgegolten wurden – für die Unternehmer in den letzten Jahren immer billiger geworden.

Nur mit Arbeitszeitverkürzung können wir Arbeitsplätze sichern.

Wir sind flexibel genug:

  • Gleitzeit

  • Schichtarbeit

  • Bereitschaftsdienste

  • Durchrechnungszeiträume

  • Fenstertage

  • Bildungskarenz

  • Solidaritätsprämienmodell

  • Altersteilzeit

  • Bandbreitenmodell

  • Überstunden

Noch mehr Flexibilität geht nicht!

Jetzt geht es darum, dass die Flexibilität mit einer

  • echten Arbeitszeitverkürzung verbunden und die

  • Höchstarbeitszeit von 9 Stunden täglich nicht überschritten wird.

Nur das sichert unsere Arbeitsplätze und die unserer Kinder.

Die tariflich vereinbarte Arbeitszeit in der Metallindustrie
beträgt 38,5 Stunden, in Österreich beträgt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aber schon 42,9 Stunden im Schnitt, europaweit sind es viel weniger: 41 Stunden, in Dänemark 39,1.

Allein im 2. Quartal 2009 haben 754.000 Beschäftigte in Österreich 81.000.000 Überstunden geleistet.

Pro Kopf und Woche sind das 8,2 Stunden zusätzlich. Und das in einer Zeit, in der die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze zurückgeht und in Österreich die Wirtschaft in 2009 um 3,8 % schrumpfen wird.
Im ersten Quartal gingen in der Industrie 10 % Vollzeitarbeitsplätze verloren.

65 % der Beschäftigten in Österreich arbeiten nicht jede Woche die gleiche Zahl von Tagen, auch das ist der höchste Wert in der EU.

27 % der unselbständig Erwerbstätigen arbeiten regelmäßig an Samstagen.

Noch mehr Flexibilität bedeutet noch mehr Überstunden – und zwar unbezahlte. Die vorhandene Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden. Schon jetzt könnten statt der hohen Anzahl von Überstunden, etwa 60.000 Vollzeitstellen real geschaffen werden. Stattdessen wächst die Arbeitslosigkeit, besonders die Jugendarbeitslosigkeit.

Arbeitszeitregelungen dürfen keine Einbahnstraße sei.
Die Arbeitgeber wollen Flexibilität – Wir wollen Selbstbestimmung.

Wir wollen mit unserer Familie, in unsren Vereinen, mit unseren Freunden arbeitsfreie geregelte Zeiten verbringen, im Ehrenamt tätig sein und selbst bestimmt leben und arbeiten.

Wir sind flexibel!
Aber leben wollen wir auch!
Sollen wir arbeiten bis zum Umfallen?

9 Stunden HÖCHST-Arbeitszeit am Tag sind mehr als genug!

Für jede weitere Stunde Flexibilität wollen wir:

  • Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverlust
  • bezahlte Bildungsfreistellung und eine
  • nachhaltige Beschäftigungsgarantie
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Lebensqualität darf kein Privileg der Reichen sein!

Dafür steht der GLB:

  • 35-Stunden Woche
    bei vollem Lohnausgleich
  • Recht auf Arbeit für alle
    Löhne und Gehälter von denen man leben kann
  • Privatisierungsstopp
    Betriebe in öffentlicher Hand sichern Arbeitsplätze
  • Genügend Lehrplätze für die Jugend
    Und 500 Euro Mindest-Lehrlingsentschädigung
  • Pensionsantrittsalter 55/60 für alle
    Frauen 55 Jahre, Männer 60 Jahre