GLB legt österreichweit leicht zu

3 (2) Mandate - Mandatsgewinn in der Steiermark

Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) kann nach dieser AK-Wahl gesamtösterreichisch betrachtet eine positive Bilanz ziehen. Mit 9855 (9.245) Stimmen und 3 (2) Mandaten ist der Einfluss leicht gesteigert worden. Dabei ist es positiv, dass der Linksblock auch bei stark gesunkener Wahlbeteiligung Stimmen dazu gewinnen konnte.
Die drei AK-Mandatare des GLB Peter Scherz, Kurt Luttenberger (Steiermark) und Robert Hobek (Wien) sind Stimmen aus dem Betrieb. Peter Scherz ist Arbeiterbetriebsrat bei Magna-Steyr Graz, Kurt Luttenberger Angestelltenbetriebsrat beim bfi Steiermark und Robert Hobek Vertrauensmann bei der Post. Das Plus beim gesamtösterreichischen Ergebnis in Stimmen und Mandaten ist nicht zuletzt auf das gute Abschneiden in der Steiermark zurückzuführen, wo der GLB mit 1,9 % der gültigen Stimmen österreichweit sein bestes Ergebnis erzielte und ein Mandat dazu gewann.
Ein gemeinsames Antreten der fortschrittlichen Kräfte bei der AK-Wahl in Wien hätte den Erfolg sicher deutlicher gemacht. So erzielte die Liste Komintern mit ihrem ersten Antreten zwar 1 Mandat in der AK, das Otto Bruckner ausüben wird. In Wien konnten aber weder GLB noch Komintern mehr als ein Prozent der gültigen Stimmen erreichen.

Hauptverantwortlich für das dramatische Sinken der Wahlbeteiligung, die Stimmenverluste der SP und den Wahlerfolg der FP ist nach Auffassung des GLB das Festhalten der Mehrheitsfraktion an der Sozialpartnerschaft und ihre Treue zu einer Regierungspolitik, die sehr viele unsoziale Aspekte hat.
Der steirische AK-Rat Peter Scherz: „Die AK muss in Zukunft klar und eindeutig auf der Seite der unselbständig Beschäftigten stehen und mithelfen, die Angriffe der Unternehmer auf Arbeitsplätze und Lebensstandard abzuwehren.“

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