Keine Anträge – keine Probleme?

Die erste AK-Vollversammlung nach den steirischen AK-Wahlen stand leider nicht im Zeichen der arbeitenden Menschen. Die von uns als Liste GLB-KPÖ gestellten dringlichen Anträge wurden vom AK Vorstand auf die nächste Sitzung verschoben.
Die steirische AK-Spitze vermied es damit klar öffentlich gegen die von uns kritisierte geplante Einführung des 12-Stunden Arbeitstages und die geplanten Kürzungen im Bildungsbereich Position beziehen zu müssen.

Dieses schon fast unterwürfige Nachvollziehen des SPÖ/ÖVP Regierungsprogramms – auch in der SP/VP dominieren AK-Spitze - zu Lasten der arbeitenden Menschen ist mehr als bedenklich, aber leider nicht neu.

In Erinnerung bleibt das jahrelange Herumlavieren beim nun endlich abgeschafften Pflegeregress wo die AK-Mehrheitsfraktionen auch immer nach der „Reformpartnerschaftstauglichkeit“ schielten um danach ihr Abstimmungsverhalten zu richten.

Während in Wien die erste AK-Vollversammlung nach den Wahlen sofort zu arbeiten begann und wichtige Anträge beschloss, scheinen wir in dieser Frage viel mehr Zeit zu haben. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens in den nächsten Wochen in Graz eine weitere Vollversammlung einberufen wird um unsere Arbeit im Sinne unsrer Mitglieder aufzunehmen.

Kurt Luttenberger ist Arbeiterkammerrat und Fraktionsvorsitzender der Liste GLB-KPÖ