Massenarbeitslosigkeit: GLB-KPÖ für Arbeitszeitverkürzung

Luttenberger: „Hat Merkel verboten, dass Faymann und Mitterlehner selbständig handeln?“

Die neusten Zahlen dokumentieren, dass die Arbeitslosigkeit in Österreich und der Steiermark mit mehr als 10 Prozent bedrückend hoch bleibt – und bleiben wird. Fast 500.000 Menschen ohne Job, schon bald ähnliche Verhältnisse wie in der Ersten Republik. Was tun? ÖVP und SPÖ wollen das Problem – wie in der Brüsseler EU-Zentrale vorgegeben – durch Wachstum, gekoppelt mit Sozialabbau in dem Griff zu bekommen. „Dies allein reicht schon lange nicht mehr“, beteuert Wifo-Spezialist Alois Guger. Die Forderung kann jetzt nur lauten: Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverlust und Abbau von mehr als 300 Millionen Überstunden sind Gebot der Stunde – so Guger. Arbeitsplätze werden nämlich weiter – durch Rationalisierungen im Bereich Industrie und Dienstleistung – eingespart und kaum neue, „gute“ Vollzeitarbeitsplatze geschaffen.

Für GLB-Arbeiterkammer-Rat und Grazer Gemeinderat Kurt Luttenberger entwickeln sich klare Forderungen an die Adresse der Politik. Es braucht verschiedene Ansätze, um Massenarbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen. Zunächst gibt es gerade in den Bereichen IT, Facharbeit, Bildung, Soziales und Gesundheit einen großen Bedarf an neuen Arbeitsplätzen. „Überstunden gehören gepfeffert besteuert und verteuert“, so Luttenberger. Mehr AMS-Mittel könnten ein Beitrag zur Erweiterung des 2. und 3. Arbeitsmarktes sein, meint Luttenberger.

„Die betroffenen Menschen haben das politische Getue schön langsam satt. Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Mitterlehner sollen endlich sagen, was sie in den nächsten Monaten zu tun gedenken“, fordert der Arbeiterkammerrat. Fragender Schlusssatz: „Oder hat ihnen die deutsche Kanzlerin Merkel selbständiges Handeln schon verboten?“

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