Massiver Personalabbau bei Firma Maco in Trieben?

GLB-KPÖ: Nicht Lohnnebenkosten, sondern Russland-Sanktionen sind das Problem

Obwohl die Firma Maco schuldenfrei und insgesamt profitabel ist, sollen von den rund 1.670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (davon allein etwa 900 in Trieben im Bezirk Liezen) 170 gekündigt werden.

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Die Verantwortlichen der Salzburger Beschlägefirma Maco kündigen an, von den rund 1.670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (davon allein etwa 900 in Trieben im Bezirk Liezen) 170 kündigen zu wollen. Obwohl die Firma laut Geschäftsführung schuldenfrei ist und insgesamt profitabel, leide man unter erheblichen Konkurrenzdruck aus Fernost und der Türkei. Auch die von der EU beschlossenen Sanktionsmaßnahmen gegen Russland spielen eine Rolle.

Für GLB-KPÖ-Arbeiterkammerrat Kurt Luttenberger ist das eine Situation, die auch politisch verschuldet ist: „Arbeitsplatzabbau in einer strukturschwachen Region wie Trieben ist schrecklich, da die betroffenen Kolleginnen und Kollegen in der Nähe keine adäquate Arbeit finden werden.“ Der steirische GLB-Vorsitzende fordert, endlich die genannten Boykottmaßnahmen gegen Russland zu beenden. „Wie wir nun sehen, sind sie ein Bumerang, weil Russland wesentlicher Abnehmer von hochqualitativen Beschlägen ist.“

Forderungen nach einer Senkung der Lohnnebenkosten, wie sie vonseiten der Industrie nun erhoben werden, weist Luttenberger zurück: „Kollektivverträge ermöglichen es den Unternehmen, die Lohnkostenentwicklung mindestens für zwölf Monate genau zu berechnen, während Energie- und Materialkosten sowie politische Entscheidungen – etwa die Sanktionen gegen Russland – ein ständiger Unsicherheitsfaktor sind.“ Wichtig sind nun gemeinsame Lösungsansätze zwischen Sozialpolitik und der Firma Maco, um die bedrohten Arbeitsplätze zu erhalten (Stichwort: Kurzarbeitsmodelle).