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Metaller: Lob der Sozialpartnerschaft nicht angebracht

Kampfbereitschaft der Kollegen hat aktuellen Abschluss gebracht

„Im zeitlichen Abstand von 24 Stunden seit dem Lohnabschluss der Metaller lässt sich Folgendes feststellen: Die Streiks und Kampfaktionen in den Betrieben haben das Selbstbewusstsein der arbeitenden Menschen gestärkt und zu einem Lohnabschluss über der Inflationsrate geführt. Gleichzeitig haben das Eingreifen der Sozialpartnerschaftsspitzen, die Sondierungsgespräche im kleinen Kreis und das Aussetzen der Streiks den Kampfeswillen der Beschäftigten abgebremst und ein noch besseres Ergebnis verhindert.“

Das stellte Magna-Steyr-Betriebsrat Peter Scherz am Mittwoch fest: „Ich habe dem Ergebnis als GLB-Vertreter schließlich zugestimmt, weil es für die Frauen (verbesserte Anrechnung der Karenzzeiten) und die unteren Lohngruppen deutliche Verbesserungen bringt. Hervorzuheben ist dabei der Mindestbetrag von 80 Euro monatlich. Im Gegensatz zu der von den Unternehmern angebotenen Einmalzahlung von 200 Euro (im Jahr) ist diese Erhöhung dauerhaft wirksam.“

Peter Scherz betonte, dass ein Lob der Sozialpartnerschaft keineswegs angebracht ist: Sie hat den Kampf der Arbeiterschaft abgebremst. Es ist schade, dass die Gewerkschaftsspitze trotz der Unterstützung in den Betrieben und in der Bevölkerung insgesamt am Schluss Angst vor der eigenen Courage bekommen hat.

Scherz: „Jetzt geht es darum, auch in anderen Branchen ordentliche Lohnabschlüsse zu erreichen und dabei vor Kampfmaßnahmen nicht zurückzuschrecken.“

 

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