Metallerabschluß ist ungenügend

Stellungnahme von Peter Scherz (GLB)

Magna-Steyr-Betriebsrat Peter Scherz hat als GLB-Vertreter im Verhandlungskomitee dem neuen Metaller-Lohnabschluß nicht zugestimmt.
Seine Bewertung des Ergebnisses hebt sich stark von den positiven Meldungen über das Ergebnis ab, die in den letzten Tagen durch die Gewerkschaftsspitze und auch durch die Unternehmerseite verlautbart wurden.

Peter Scherz: „In der jetzigen Situation ist der Abschluss völlig unzureichend, weil er keine Erhöhung der Reallöhne bringt, keine Abgeltung der gestiegenen Produktivität zum Inhalt hat und die Frage der Arbeitszeitverkürzung völlig ausklammert.
Die bevorstehende Teuerungswelle wird uns, verbunden mit den Auswirkungen des Belastungspaketes der Regierung vor Augen führen, was wir davon haben, dass der Bruttolohn nur um 2,3 Prozent steigt.

Dabei hätte auch die Unternehmerschaft in ihrer Gesamtheit ein Interesse an gestiegenen Reallöhnen, weil die Massenkaufkraft die wichtigste Stütze der Binnenkonjunktur ist.“

Der GLB-Vertreter wies darauf hin, dass es ohne eine deutliche Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich immer wieder Vorstöße der Unternehmerschaft nach einer weiteren Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse im Betrieb geben wird: „Die Arbeiter dürfen aber zu keinem bloßen Anhängsel des Produktionsprozesses werden, über die man disponieren kann, als ob diese lebendigen Menschen ein bloßes Vormaterial wären“.