Nach Lohnabschluß geht Erpressungstaktik der Unternehmer weiter

Stellungnahme von AK-Rat Peter Scherz

Bei den bevorstehenden Verhandlungen der Metallergewerkschaft mit der Unternehmerseite darf es zu keiner Lohnkürzung unter dem Titel der „Flexibilisierung“ kommen. Das stellte der steirische Arbeiterkammerrat Peter Scherz am Montagabend fest.
Der Präsident der Industriellenvereinigung Veit Sorger hatte zuvor den Kollektivvertragabschluss der Metaller zum Anlass für Drohungen gegenüber der Gewerkschaft genommen. Peter Scherz: „Das bei den Metallern schon jetzt bestehende Modell ist flexibel genug. Jetzt geht es darum, dass die Flexibilität mit einer echten Arbeitszeitverkürzung verbunden und die geltende Normalarbeitszeit nicht überschritten wird. Die Ware Arbeitskraft ist durch ständige Mehrleistungen und Produktivitätssteigerungen, die nie abgegolten wurden, für die Unternehmer in den letzten Jahren billiger geworden.“

Zum Abschluss selbst stellte der GLB-Vertreter fest, dass er angesichts des wirtschaftlichen Umfelds, angesichts des Drucks auf die Beschäftigten und der niedrigen Inflationsrate gerade noch vertretbar sei. Von einem „guten Tag für die Arbeitnehmer“ wie Gewerkschaftschef Wimmer es getan hatte, dürfe man aber keineswegs sprechen.