Nein zur vorzeitigen Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen!

auf der GLB-Bundeskonferenz am 3.12.2011 in Wien beschlossen.

Das erwartete und angepeilte Sparpotenzial für die Pensionskassen würde sich nur zu den AMS-Kassen verlagert und dem Staat nichts ersparen.
 Die „Gehaltssprünge“ in den letzten Arbeitsjahren betreffen statistisch gesehen nur Männer.
- Die faktische Gleichstellung von Frauen und Männern ist weder gesellschaftlich noch wirtschaftlich hergestellt: es gibt nach wie vor massive Benachteiligungen für Frauen während (!) der Erwerbstätigkeit z.B. Einkommensunterschiede Frauen (ein Drittel weniger als Männer), spätere ca. 40 Prozent weniger Pension, ungleiche Verteilung von unbezahlter Arbeit im Haushalt und bei den Betreuungspflichten, gläserne Decken, etc.; die entsprechenden Daten dazu sind hinlänglich bekannt.

Die Schraube beim Pensionsantrittsalters für Frauen anzusetzen bedeutet schlicht „mehr vom selben“, statt einer Strategie, die darauf basiert, Überlegungen anzustellen, wie unsere Gesellschaft auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes, der Wirtschaft und der demografischen Entwicklung reagieren sollte!

Sich an der Lebensrealität von Frauen (und tlw. Männern) zu orientieren, würde bedeuten:

- Gleichstellung von Frauen und Männern im Beruf (Angleichung der Einkommen) und Familie schneller vorantreiben

- Wiedereinführung der Berechnung des Pensionsanspruches nach den besten 15 Verdienstjahren
- Verbesserte Anrechnung der Kindererziehungszeiten
- Väterkarenz für Männer verbessern und Papamonat auch in der
Privatwirtschaft einführen.

- Einführung einer 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich

- Frauen und Männer nicht als Kostenfaktor auf zwei Beinen sehen, sondern als Beschäftigte mit Recht auf Beständigkeit der Gesetzgebung (Wahrung des Vertrauensgrundsatzes).