ÖBB-Manager sollen selbst mit dem Zug fahren

..meint AK-Rat Kurt Luttenberger

Einen unorthodoxen Vorschlag zur Verbesserung der Kundenfreundlichkeit der ÖBB macht der steirische Arbeiterkammerrat Kurt Luttenberger (GLB) in einem Antrag an die Vollversammlung der AK am Donnerstag: Die ÖBB Spitzenmanager sollen verpflichtet werden, 2 x pro Monat bestimmte ÖBB Zugsverbindungen zu benutzen, um aktuelle praktische Erfahrungen von ÖBB Kundinnen und -kunden (Stichwort: 2. Klasse, Pendler, Wagenausstattung, Sauberkeit) nachvollziehen zu können; 2 x Jahr sind aktuelle Nachtverbindungen (Stichwort: 2. Klasse, Ausstattung, Komfort, Sauberkeit) zu benutzen. Die gesammelten Eindrücke sind zu veröffentlichen.
Der GLB-Mandatar: „Das Bild, welches die ÖBB aktuell in der Öffentlichkeit darstellt ist schauerlich.
Hunderte Millionen Euro Steuergelder verzockt; eine wahre Explosion sogenannter „Spitzenmanager“ mit oft zweifelhaften Aufgabenbereichen, schleichender, permanenter Abbau tausender Arbeitsplätze inklusive empörender Bespitzelungsmethoden, exzessive Streichung vieler Zugverbindungen (gerade auch in der Steiermark), ungerechtfertigte nicht nachvollziehbare Fahrpreiserhöhungen. Und so unglaublich dies auch klingt, als ökologisches, österreichisches „Zuckerl“ zwecks Erreichung der Kyoto-Ziele betreiben die ÖBB allen Ernstes die Teilverlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße. Die ÖBB gehören schnellstens wieder zu dem gemacht wofür der politischen Auftrag gilt: zur einer flächendeckenden, preisgünstigen, kundenfreundlichen, öffentlichen Verkehrseinrichtung.“