Offener Brief des GLB an Landesregierung

Rücknahme der Nulllohnrunde - sie ist Reallohnkürzung für Bedienstete

Die tatsächliche Inflationsrate – berechnet aus dem Warenkorb des wöchentlichen Bedarfs – liegt bei 6,9 %. Daher ist eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,5 % legitim und notwendig.
Eine Nulllohnrunde können wir uns nur bei Spitzenverdienern in Land und Gemeinden vor-stellen, wenn das Jahreseinkommen mehr als 60.000 EUR beträgt. Bei allen anderen Beschäf-tigten tritt der GLB für eine Abgeltung der Inflation ein, um die Kaufkraft zu erhalten.

Die vielen wertvollen Bediensteten der Städte und Gemeinden leisten tagein tagaus sehr gute Arbeit und stehen daher im Interesse der Bevölkerung. Schließlich sind gerade die Bedienste-ten das, was unsere lebenswerte Städte und Gemeinde eigentlich ausmachen. Wenn es für die Bediensteten der Städte und Gemeinden zu einer Nulllohnrunde kommt, dann wird das Gefühl vermittelt, dass der Wert der Bediensteten auf einen Schlag nicht mehr anerkannt wird. Eine Nulllohnrunde heißt für die vielen Bediensteten neben dem sozialen Nachteil, dass nicht ein-mal die jährliche Inflationsrate abgedeckt wird, sodass es zu einem Minusgehaltsabschluss kommt.
Laut einer Berechnung des ÖGB bedeutet eine Nullrunde bei einem monatlichen Bruttover-dienst von 2.200 Euro in zehn Jahren den Verlust von 6.745 Euro.
 Reallohnkürzungen und Belastungen sind der falsche Weg zur Krisenbewältigung.
Der nächste Anschlag auf die Bediensteten ist die geplante Zusammenlegung von Gemeinden. Durch weniger Personal meint man, verlorene finanzielle Ressourcen auf Kosten der Bedien-steten herein spielen zu können.
Für den GLB ist es offensichtlich, dass die Folgen von nied-rigeren Löhnen, weniger Personal und erhöhten Leistungsanforderungen bei gleichzeitiger Verstärkung der Ungleichheiten auf dem Rücken der Bediensteten ausgetragen werden wird. Davon sind vor allem dann auch die Frauen mit ihren Familien besonders betroffen.
Glück auf
Gewerkschaftlichen Linksblocks Steiermark im ÖGB
Peter Scherz e.h. Arbeiterkammerrat
Kurt Luttenberger e.h. Arbeiterkammerrat