Für rasche Einberufung einer Sondervollversammlung der AK-Steiermark

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Präsident, werter Kollege Pesserl,

Vor einigen Tagen forderte der GLB-Steiermark via Presseaussendung die Einberufung einer a. o. AK-Vollversammlung. Die wird notwendiger denn je, warum? Das Hypodesaster und weitere drohende „faule Kredite“ anderer österreichischer Kreditinstitute haben unsere Republik in die schwerste Staatskrise seit Kriegsende schlittern lassen. Die “Lösungskompetenz“ der Bundesregierung bleibt bis dato ein Rätsel; die politische Performance von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler & Finanzminister Spindelegger grenzt mit ihrer Vertuscherei und ihrem beredtem Schweigen eigentlich an politische Fahnenflucht. Klar ist, dass – wie halt immer – Kapital, Großunternehmen, Banken, Spekulanten, Superreiche und Schieber keinen Cent an der von Ihnen verursachten Finanzkatastrophe zahlen werden. Sie putzen sich ab und die „Krot´“ der zukommenden Belastungen sollen wir schlucken. Wir, dies sind die arbeitenden Menschen, die PensionistInnen, Frauen, Jugendliche, InhaberInnen von Klein- und Mittelbetrieben – und sozial benachteiligter Menschen.

Ich denke es ist an der Zeit, dass auch die Arbeiterkammer im Sinne ihrer zu vertretenden Mitglieder ihre Stimme erhebt und z. B. klare Worte in den Gremien der Sozialpartnerschaft findet und nicht nur dort. Eine baldigst einberufene a.o. AK-Vollversammlung macht Sinn. Dort können wir gemeinsam, spät aber doch, über unsere Gegenstrategien beraten. So sehen wir Verantwortung unseren Mitgliedern gegenüber. Wir dürfen uns nicht zum Transmissionsriemen des Willens der Bundesregierung machen, wir dürfen niemals „Anhängsel“ von SP/VP oder gar FP werden.

Bleibt zu hoffen, du siehst dies Ähnlich und freue mich auf deine Stellungnahme.

Mit solidarischem „Glück Auf!“

Graz, 24. Februar 2014


 

Kurt Luttenberger AK-Rat, GLB Steiermark