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Prinzhorn sperrt Papierfabrik Frohnleiten zu

100 Beschäftigte betroffen - GLB-Luttenberger protestiert

Arbeitsplatzabbau und Fabrikschließungen werden in der Steiermark schon fast zu einem alltäglichen Ereignis. Das sagte Kurt Luttenberger, steirischer Arbeiterkammerrat des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) am Mittwoch zur Meldung, dass die traditionsreiche Papierfabrik in Frohnleiten zugesperrt wird: "Der Großindustrielle und FPÖ-Spitzenmann Prinzhorn nimmt 100 Beschäftigten den Arbeitsplatz weg."

Das frühere Mondi-Werk war im Februar 2010 von Hamburger übernommen worden. Die Prinzhorn-Gruppe hatte als Kaufgrund Synergien bei Energiemanagement, Beschaffung, Vertrieb und Produktion als Grund angegeben. In der Nähe liegen die zum Konzern gehörenden Papierfabriken Brigl & Bergmeister in Niklasdorf/Stmk. sowie W. Hamburger in Pitten. "Heute muss man sich fragen, ob Prinzhorn in Wirklichkeit nicht nur Konkurrenz aufgekauft hat, um billig an die Kundenlisten zu kommen". Der Kaufpreis sei nie bekannt geworden.

"Die Opfer auf dem Altar des Kapitalismus sind die Beschäftigten", empört sich Luttenberger, der daran erinnert, dass seit 1887 Menschen dort Profite erarbeitet hatten. "Bei der steigenden Arbeitslosigkeit ist die Arbeitsstiftung keine langfristige Perspektive für die Beschäftigten und ihre Familien. Der Werbeslogan der Freiheitlichen 'Unser Geld für unsre Leut' bekommt hier einen besonderen Geschmack." Er wies darauf hin, dass niemand anderer als Prinzhorn im Jahr 1999 Spitzenkandidat der FP bei der Nationalratswahl gewesen war und die schwarz-blaue Regierung der Privatisierer und Spesenritter als Nationalratspräsident begleitet hatte.

 

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