Schließung Triumph Oberwart

Wo sind denn "unsere Reformpartner" wenn man(n) / frau sie braucht?

Der Wäschekonzern Triumph macht in Österreich „tabula rasa“.  Diesmal verlieren 210 Beschäftigte, sehr viele davon aus der Oststeiermark, ihren Job.

2010 erfolgte die Schließung des Werkes in Hartberg mit rund 300 Beschäftigten, 2013 in Oberpullendorf und im niederösterreichischen Aspang (ca. 200 Beschäftigte). Nun ist auch noch der letzte Standort in Wr. Neustadt massiv gefährdet. Es droht Personalabbau von bis zu 200 Stellen.

Betroffen sind immer strukturschwache Regionen und vor allem geht es um Frauenarbeitsplätze. Für GLB-KPÖ AK-Rat Kurt Luttenberger stellt sich dies als einzige Sauerei dar: „Triumph sperrt nicht wegen wirtschaftlicher Probleme zu, sondern weil Gewinne, Dividenden und Profite für den Konzern zu wenig sind und der Ausbeutungsgrad der dort hauptsächlich beschäftigten Frauen nicht noch mehr gesteigert werden kann“.

Kammerrat Luttenberger kritisiert in diesem Zusammenhang die steirischen "Reformpartner" und deren Frauenorganisationen: „SP und VP sollen sagen was sie tatsächlich gegen die Schließung tun wollen bzw. können. Deren beide Frauenorganisationen sollten aktuell „nicht Ostereier bemalen“, sondern endlich hörbar auf den Tisch hauen.“

Dies gilt auch für die AK und ÖGB-Strukturen, wo reflexartig immer Sozialpläne und Stiftungen eingefordert werden, ohne um den Erhalt der Arbeitsplätze zu kämpfen. Dazu Kurt Luttenberger: „Alles gut und schön, aber die betroffenen Menschen wollen eigentlich ihre Arbeitsplätze retten und da darf man es sich dann doch nicht so einfach machen“.