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Sechste Urlaubswoche

Hilde Tragler in der AK Vollversammlung

25. November 2015: 

Wenig überraschend knickten die ProGe Verhandler beim Metaller Kollektivvertrag ein. Die sechste Urlaubswoche war damit, wie auch eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, vom Tisch.

Der Gewerkschaftliche Linksblock bleibt am Thema dran. GLB-KPÖ Arbeiterkammerrätin Hilde Tragler stellte in der AK Vollversammlung einen Antrag zur sechsten Urlaubswoche.

Arbeitnehmer haben laut Urlaubsgesetz bei einer Dienstzeit von weniger als 25 Jahren Anspruch auf 5 Wochen Urlaub, darüber erhöht sich der Anspruch auf 6 Wochen.

Nun ist es aber so, dass diese Dienstzeiten grundsätzlich bei ein und dem selben Unternehmen verbracht werden müssen und nur wenige der Vordienstzeiten anerkannt werden. Angerechnet werden beispielsweise nur fünf Jahre aus einem anderen Arbeitsverhältnis.

Mit zunehmend kürzeren Arbeitsverhältnissen ist es mittlerweile kaum mehr möglich den Anspruch auf eine sechste Urlaubswoche zu erlangen. Wir fordern daher eine Lösung, die den arbeitenden Menschen etwas zurückgibt, worauf die Älteren Generationen bereits Anspruch gehabt haben.

Umso unverständlicher ist es, dass die SPÖ - in deren Reihen auch viele ÖGB und AK Funktionäre sitzen – bereit war die sechste Urlaubswoche gegen einen 12 Stunden Arbeitstag abzutauschen und die arbeitenden Menschen in diesem Land wieder einmal zu verraten. Ein 12-Stunden Arbeitstag, der im Übrigen für Alle gilt, also auch die Jungen, und nicht nur jene die sechs Wochen Urlaub bekommen würden.

Dass der 12 Stundenarbeitstag momentan nicht kommt, ist der Wirtschaft und nicht dem ÖGB oder der AK zu verdanken, da dieser der faule Kompromiss noch immer zu wenig war.

Eine sogenannte Freizeitoption, also eigentlich unbezahlter Urlaub, wie er immer wieder von der ProGe ins Spiel gebracht wird ist natürlich keine Lösung. Wir fordern die Bundesregierung daher auf Allen den Zugang zur sechsten Urlaubswoche zu ermöglichen und lehnen klar jede Verschlechterung, wie den 12-Stunden Arbeitstag ab.

Erfreulicherweise wurde unser Arbeiterkammerantrag mit Mehrheit angenommen. Jetzt kommt es wie immer darauf an, dass die AK Spitze auch ernsthaft für dieses Anliegen kämpfen muss.

 

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