Überziehungszinsen gesetzlich begrenzen

Peter Scherz: AK-Studie ist Aufforderung zum Handeln

Der steirische Arbeiterkammerrat Peter Scherz (GLB) fordert eine gesetzliche Begrenzung der Überziehungszinsen, die von Banken für Girokonten verlangt werden.
Anlass für diese Forderung ist eine aktuelle Studie der steirischen AK, die aufdeckt, dass die Banken bis zu 15 % an Überziehungszinsen verlangen. Dazu kommen noch Mahnkosten bis zu 77 Euro.
Peter Scherz: „ Die steirische AK hat mit dieser Studie wertvolle Unterlagen geliefert. Jetzt kommt es aber darauf an, gegen die Wucherzinsen bei Kontoüberziehungen vorzugehen. Die Banken werden mit Milliarden aus Steuergeldern gestützt, der Leitzinssatz der Zentralbank beträgt 1 Prozent. Trotzdem sind weiterhin Überziehungszinsen bei Gehaltskonten von mehr als 10 Prozent die Regel. Die Menschen, denen es nicht gerade gut geht, müssen auf diese Weise dafür zahlen, dass die Bankmanager weiterhin saftige Sonderzahlungen kassieren können.
Jetzt ist die Regierung am Zug: Die Überziehungszinsen müssen gesetzlich begrenzt werden. Der GLB schlägt deshalb vor, dass die Überziehungszinsen nur um fünf Prozent über dem Zentralbanksatz liegen dürfen. Das wären zur Zeit sechs Prozent.“