Vier Jahre sind mehr als genug!

AK-Rat Kurt Luttenberger zur weiteren Anhebung der Funktionsdauer für Betriebsräte

Unlängst verbreiteten ÖGB und GPA in ihren Medien großen Jubel. Was war geschehen? Wurde die Arbeitszeit zu Gunsten der arbeitenden Menschen endlich verkürzt?

Greift man eine weitere ÖGB Forderung nach Einführung einer sechsten bezahlten Urlaubswoche auf? Oder konnten sich AK und ÖGB gar mit der Einführung einer Wertschöpfungsabgabe durchsetzen. Nein!

Als großer Durchbruch wird, die mit 1. Jänner in Kraft getretene, Anhebung der Funktionsdauer der Betriebsräte von vier auf fünf Jahre gefeiert. Die Änderung des Arbeitsverfassungsgesetzes hatte der Nationalrat im Dezember letzten Jahres beschlossen.

Dazu der steirische GLB Landesvorsitzende Kurt Luttenberger: „Nun ja, diese Forderung steht auf meiner persönlichen sozialen Wunschliste an ziemlich hinterster Stelle. 2 Jahre sind zu wenig, 3 Jahre sind gerade richtig, 4 Jahre fast schon Luxus und 5 Jahre eigentlich pragmatisierte Betriebsratstätigkeit.“

In diesem Zeitraum haben in so manchen Betrieben viele Kolleginnen und Kollegen ihre Jobs gewechselt, verloren oder wurden gekündigt – nur Management und der Betriebsrat nicht. Demokratische Mitbestimmung sieht anders aus, wenn Arbeitsverhältnisse immer kürzer dauern, nimmt man mit einer Verlängerung der Betriebsratsperiode vielen Kolleginnen und Kollegen das Wahlrecht.

„In Wahrheit dürfte es FSG und FCG und ihren Mutterparteien SPÖ und ÖVP bei dieser Maßnahme wohl um das Absichern von Machtstrukturen, denn um Verbesserungen für die Beschäftigten gehen,“ so der steirische GLB Vorsitzende und bfi Betriebsrat abschließend.