GLB Steiermark
KPÖ Steiermark > "Widerstand weiter entwickeln"

"Widerstand weiter entwickeln"

Bericht von der Vollversammlung der AK-Steiermark

„Seit Jahren sprechen wir von der Krise. Was geschieht? Den Banken wird unser Steuergeld überwiesen, dann holt man es bei uns Beschäftigten, den Pensionisten, Arbeitslosen, Behinderten, Studenten und Jugendlichen.“, erklärte GLB-Arbeiterkammerrat Kurt Luttenberger, Betriebsrat beim bfi Steiermark in der Vollversammlung der Steierischen Arbeiterkammer. „Wir müssen den Widerstand dagegen weiter entwickeln. Wir haben da als Arbeiterkammer und Gewerkschaften eine große Verantwortung“, so Luttenberger.

Er unterstützte den Bericht von Präsident Rotschädl, der die Angriffe auf Kollektivverträge, Arbeitnehmerrechte, Sozialstaat, Pensionen und Kranke anprangerte und dem die hohen Gewinne der Konzerne gegenüberstellte. Besonders verurteilte Rotschädl den Einschüchterungsversuch von Magna-Chef Apfalter mit der Drohung der Verlagerung von Arbeitsplätzen, sollten die „Gewerkschaften nicht nach seiner Pfeife tanzen“. Der Präsident verwies darauf, dass selbst von Vertretern der Unternehmer klar gelegt werde, dass bei Verlagerung Löhne und Gehälter keine ausschlaggebende spielten.
Eine große Rolle in der Diskussion und bei den Anträgen spielte die Rückweisung der Angriffe auf die KV- Verträge. Luttenberger ergänzte den Bericht des Präsidenten: Bei der Regierungsklausur sei für den Sozialbereich nur Mittel umverteilt wurden. „Neue Quellen, also mehr Mittel für den Sozialbereich, wurden nicht lukriert.“ Er wies darauf hin, dass täglich in den Zeitungen zu lesen sei, dass Geld nach Griechenland, Spanien, Portugal überwiesen werde. Das Geld komme aber niemals bei den Menschen an. „Es wird direkt an die Banken weitergeleitet.“
Auch auf die Geschehnisse in und um die ÖIAG müsse von Seiten der Arbeiterkammer großes Augenmerk gelegt werden. „Die ökonomisch wichtigen Teile müssen in staatlicher Hand bleiben, damit wir unseren Einfluss behalten. Wir können nicht zulassen, dass unser Tafelsilber verkauft wird. So bin ich auch gegen den Verkauf und damit Privatisierung von Wasser.“

Solidarität mit Beschäftigten im Handel

Der Gewerkschaftliche Linksblock brachte eine Dringliche Resolution zur „Vollen Solidarität mit den Handelsangestellten“, denen die Handelskonzerne in der 3. Kollektivvertragsverhandlungen ein völlig unzureichende „Angebot“ unter der Inflationsrate vorlegten. Die Resolution wurde einstimmig angenommen.
Der Antrag „Überziehungszinsen der Banken auf 6 % begrenzen“ wurde ebenfalls einstimmig angenommen.
Die Resolution „Keine Kürzungspolitik in Europa“ und die Anträge „Zurückdrängen der Leiharbeit in Österreich“, „Keine Privatisierung des LKH West“, „Keine weiteren Kürzungen des Landesbudgets“ wurden dem Vorstand zur Bearbeitung zugewiesen.

Es gab zwei gemeinsamen Resolutionen aller Fraktionen „Rechtsanspruch auf Altersteilzeit“ und „Gesetzliches Mindestentgelt über Bundeseinigungsamt“.

 

Share on Facebook Share on TwitterDiesen Beitrag bei Mr.Wong verlinken Diesen Beitrag bei Digg verlinken Diesen Beitrag bei Del.icio.us verlinken Ma.gnolia Diesen Beitrag bei Webnews verlinken Bookmark bei: Google Bookmark Bookmark bei: Yahoo! My Web

BERATUNG in Fragen des Arbeitslebens und Berufsalltags

Terminvereinbarung Tel. 0677 612 538 99

GLB-Servicetelefon Tel. 0677/612 538 99

glbglb-steiermarkat


Lebensqualität darf kein Privileg der Reichen sein!

Dafür steht der GLB:

  • 35-Stunden Woche
    bei vollem Lohnausgleich
  • Recht auf Arbeit für alle
    Löhne und Gehälter von denen man leben kann
  • Privatisierungsstopp
    Betriebe in öffentlicher Hand sichern Arbeitsplätze
  • Genügend Lehrplätze für die Jugend
    Und 500 Euro Mindest-Lehrlingsentschädigung
  • Pensionsantrittsalter 55/60 für alle
    Frauen 55 Jahre, Männer 60 Jahre