Zum bfi Steiermark Kopftuchverbot für Mitarbeiterinnen

von bfi Betriebsrat Kurt Luttenberger

Am 13. März 2017 wurde das Urteil des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg (EuGH) bekanntgegeben, welches ein Kopftuchverbot am Arbeitsplatz prinzipiell erlaubt.

Die Geschäftsführung des bfi Steiermark hatte leider nichts Besseres zu tun, als eine schon am 8. März 2017 ausgefertigte, interne MitarbeiterInnenweisung am 14. März 2017 in Umlauf zu bringen. Mit offensichtlichem Stolz eines „Musterschülers“ wurde die aktuell gültige bfi-interne Leitlinie so abgeändert, dass betroffenen Mitarbeiterinnen Kündigung/Entlassung droht, wenn sie dieser Weisung zuwiderlaufen. Die europaweit öffentliche, überwiegend ablehnende Reaktion hat aber die Geschäftsführung (GF) doch „kalt“ erwischt.

Dazu bfi-Betriebsrat und GLB/KPÖ AK-Rat Kurt Luttenberger: „Mit dem Betriebsrat, zumindest mit mir, wurde nichts abgesprochen. Ich kann zwar dem EuGH-Urteil einiges abgewinnen, aber in unserem Wirken als Bildungseinrichtung von AK und ÖGB sind solche Alleingänge unangebracht und schwer nachvollziehbar. Zwischenzeitlich gibt es schon Reaktionen der AK-Steiermark die solche Vorgangsweisen z. B. für ihre Volkshochschulen strikt ablehnen. Der ÖGB Steiermark hüllt sich noch in sphinxhaftes Schweigen. Andere Landes bfi´s, das Bundes-bfi, das Wifi, sogar viele Unternehmen werden gar nicht reagieren um sichtbar ihre Multikulturalität zu dokumentieren“

Abschließend BR Kurt Luttenberger: „Ich wäre sehr froh, wenn die bfi-GF ebenso behende latente Defizite bei anstehenden Fragen der MitarbeiterInnenzufriedenheit angehen würde, da gäbe es einige Baustellen. Mit Weisungen allein kann niemals agiert werden.“